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ITM / BWL Bachelor 5. Sem. |
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Tu. 10.00-13.15 h H 11 4 SWS Course Workload: 60 h classroom work / 120 h self-study ECTS points: 6 Examination: Course
organisation: Assignment: a) Planning an event: Understanding how event planning works Including
analysis of situation, goals, discussing and deciding on target groups,
stakeholders, financing, activities, media, press releases, marketing materials, social media
marketing, time table, milestones, human resources, volunteer programs, impact assessment, sustainable results. b) Fairs: Understanding how a fair works and Including creating criteria for the development of a new fair,
analysis of situation, goals, discussing and deciding on suitable fair based on analysis of target groups,
stakeholders, financing, activities, media and
marketing, time table, milestones, human resources, impact assessment, sustainable results. Visit to a fair in Hamburg on Dec 3
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Slow Tourism Schriftenreihe des IMT 6
Vorwort
Einerseits
läuft im 21. Jahrhundert die so genannte Tourismusindustrie mit ihren breit
angelegten Kampagnen und Katalogen konform den Fortschritts- und
Globalisierungsprämissen weiter. Andererseits entwi-ckeln sich in Nischen und
Zwischenräumen neue, andere Formen des Reisens, die von Langsamkeit und Muße,
Sinnhaftigkeit und Sinnlichkeit geprägt sind. Der
gesellschaftliche Rahmen für diese neuen Reisetendenzen ist im Rahmen der
Globalisierung der letzten 25 Jahre und den daraus erwach-senen Krisen zu
suchen. Aus der dem Menschen scheinbar entgleitenden globalisierten
Beschleunigung der Lebensabläufe entsteht gleichzeitig die Suche nach
Entschleunigung in den einzelmenschlichen Erfahrungswel-ten. Bereits vor über
zehn Jahren hat Horst Opaschowski in der deut-schen Gesellschaft ein
Gleichgewicht von Wohlstand und Wohlbefinden in der Bevölkerung festgestellt,
bei dem das Thema Geborgenheit den ersten und das Thema Freiheit einen der
letzten Plätze belegt. Aber
so eindeutig sieht die gesellschaftliche Gruppenbildung nicht aus. Im Gegensatz
zu den Generationen der 1968er, in denen es nur ein A oder B in
Lebenseinstellung und -umsetzung gab, entwickelt sich der Zeitgeist am Beginn
des 21. Jahrhunderts nicht mehr so eindeutig. Heute ist es normal, bei ALDI
einzukaufen, Designerpullover zu tragen, sich für Naturschutz zu engagieren,
übers Internet das billigste Hotel zu bu-chen, mit einem edlen
Literaturreiseführer unterwegs zu sein und gleich-zeitig in einem von Slow Food
empfohlenen Dorfgasthaus zu essen. In der Gleichzeitigkeit von A, B und C
entwickeln sich auch die Reisefor-men des Slow Tourism. Der
Begriff, unter dem die verschiedenen Tendenzen dieser anderen Formen des Reisens
zusammengefasst werden können, entstand vor zwanzig Jahren in einer
Zwischenwelt von Globalisierung und Regionali-tät. Als Carlo Petrini 1989 die
Initiative Slow Food aus der Taufe hob, gab er der explizit auf regionale
Verwurzelung gründenden Bewegung einen internationalen Namen. Neben Terra
Madre, der großen Ge-schmacksmesse in Turin, oder der Arche des Geschmacks, der
Liste re-gionaler, vom Aussterben bedrohter Produkte des Essens und Trinkens,
gehen die Wege von Slow Food auch direkt in den touristischen Bereich über.
Ganz in der Nähe touristischer Alleinstellung bewegen sich die jet-zigen
Forderungen von Slow Food nach Erhaltung der Biodiversität, Traditionellen Landschaften, Regionalen Produkten und
Traditionellen Methoden. Ausgehend von einer stärker ökologischen hat sich Slow
Food in vielen Bereichen zu einer stärker Lifestyle orientierten Bewe-gung
entwickelt, was sich auch in der künftigen Ausrichtung von Slow Tourism
widerspiegelt. Während
die großen Linien der touristischen Entwicklung in den 1950/60er Jahren hin zur
Erholung, in den 1960/70er hin zum Konsum, in den 1980/90er hin zum Erlebnis
und in den 1990/2000er hin zu Wellness wiesen, prognostizierte bereits Horst
Opaschowski für die 2000/10er Jahre eine verstärkte Sinnorientierung. Neue
Reisetrends ent-stehen in Richtung Urlaub zu Hause (Balkonien), Wandern
(Langsam-keit), Authentizität (Kultur), Natur (Muße) oder Emotion (Marken). Im
Gegensatz zum Standardtourismus kommen heute uralte, scheinbar ver-schwundene
Begriffe wieder zum Vorschein wie Heimat (Abenteuer), Nähe (Ferne), Provinz
(Internationalität), Garten (City), Bahn (Flug), Dorf (Stadt), Einfachheit
(Technik), Werte (Preis-Leistung), Gewohnheit (Extreme) oder Weniger (Mehr).
Aber auch im Slow Tourism gibt es die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen.
Auch wenn Slow Tourism eine andere Form des Reisens ist, er ist fest in den
Mainstream des heutigen Reisens eingebettet. Unter
dem Begriff „Slow Tourism“ lassen sich somit vielfältige The-men und Trends des
Tourismus zwischen Langsamkeit und Nachhaltig-keit, Sinnhaftigkeit und
Sinnlichkeit zusammenfassen, die ein authenti-sches Reiseerlebnis vorhersagen.
Den globalisierten Reisemärkten stehen mit dem Slow Tourism viele kleinere
Trends gegenüber, die in ihrer Ge-samtheit wiederum kein Nischen-, sondern ein
Mehrheitsthema bilden. Die verschiedenen Tendenzen und Facetten stellt der
vorliegende Sam-melband u.a. in den Themen Natur, Wandern und Wasser, Kultur,
Ar-chitektur und Garten, Muße, Slow Food, Radwandern und Wandern, Historischen
Städten und Spiritualität dar. Inhaltsverzeichnis Christian
Antz Slow
Tourism: Eine Zukunft des Reisens zwischen Langsamkeit und Sinnlichkeit 9 Alexander
Koch, Bernd Eisenstein, Christian Eilzer Reisetrend
„Slow Tourism“: Ausgewählte empirische Befunde 41 Wolfgang
Strasdas, Runa Zeppenfeldt Naturtourismus
und Ökotourismus 55 Martin
Linne Watch
and slow down – Tierbeobachtungsreisen als Art des entschleunigten Reisens 79 Hartmut
Rein, Matthias Schmidt Kanuwandern
– Entschleunigung auf dem Wasser am Beispiel Kanutourismus auf der Peene 91 Axel
Dreyer, Dorothea Dürkop Slow
Hiking – neue Langsamkeit im Wandertourismus? 105 Susanne
Leder Neue
Muße im Tourismus: Entschleunigen im asketischen Kloster oder im luxuriösen
Almdorf 123 Anja
Wollesen Slow
Tourism – Eine Chance für den Kulturtourismus? 137 Christian
Hlavac Garten-
und Langsamtourismus: Gemeinsamkeiten und Widersprüche 163 Karlheinz
Wöhler Auch
Langsamkeit findet Stadt: Tourismus und Touristen in
Städten 175 Torsten Widmann Bräuche
und Feste – Slow Tourism am Beispiel schwäbisch-alemannischer Fasnet 201 Matilde
Groß Genuss
im Tourismus: Slow Food und andere kulinarische Genussformen mit touristischer
Bedeutung 217 Wolfgang
Isenberg Die
Exotik der Heimat – Aneignung und Inszenierung von Nähe im Tourismus 241 Christian
Antz Spirituelles
Reisen: Kirche und Tourismus auf dem Weg zu einer gemeinsamen Emotionalität 257
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Contact:
Prof. Dr. Wolfgang Georg Arlt FRGS |
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