Prof. Dr. Wolfgang Georg Arlt
International Tourism Management

 

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ITM / BWL Bachelor 5. Sem.
8398/8356: Leisure & Event Management II
(Lecture and Seminar):
Introduction to International Event Management

           

Tu. 10.00-13.15 h H 11

4 SWS Course

Workload: 60 h classroom work / 120 h self-study

ECTS points: 6

Examination:
- Intermediate Sub-group presentation (20 min. + discussion) plus
- Handout (1-2 pages) with key results of presentation and discussion, key sources (to be distributed one week after presentation) (Presentation+Handout 15%)
- Group Final Presentation (45 min. + discussion) (25%)
- Assignment Paper (12 pages per person) to be handed in before Jan. 31, 2012 (60%)

Course organisation:
First unit: Lecture Event Organisation
Second unit: Assignment work: plenary and group discussions and sub-group presentations of work-in-progress

Assignment:
Two groups, two topics:

a) Planning an event:
Planning of a Slow Tourism workshop/conference at FHW in Spring 2012:

Understanding how event planning works

Including analysis of situation, goals, discussing and deciding on target groups, stakeholders, financing, activities, media, press releases, marketing materials, social media marketing, time table, milestones, human resources, volunteer programs, impact assessment, sustainable results.
Starting point: Analysis of examples of other scientific conferences

b) Fairs:
Developinga new fair for Kiel:

Understanding how a fair works and

Including creating criteria for the development of a new fair, analysis of situation, goals, discussing and deciding on suitable fair based on analysis of target groups, stakeholders, financing, activities, media and marketing, time table, milestones, human resources, impact assessment, sustainable results.
Starting point: Analysis of examples of other fairs

Visit to a fair in Hamburg on Dec 3

 

All information given in this lecture is available here (www.arlt-lectures.com) for download.

Please check the homepage of the website regularly for announcements about time changes etc.

 

1

11.10.

Introduction, Course organisation
Experiences of participants, Kick-off assignment

2

18.10.

Lecture: Characteristica of fairs and public events 
First steps and Q&A assignment

3

25.10.

cancelled

4

1.11.

Lecture: Different impacts of events
Assigment work, Q&A

 

8.11.

no class

5

15.11.

Lecture: Stakeholders of events
Assignment Presentation and discussion:
- Structure and methods of assignment work
- Selection of goals and target groups

 

22.11.

no class

6

29.11.

Lecture: Planning process
Assignment Presentation and discussion:
- Examples from other conferences / fairs
 Preparation Hamburg Excursion 

7

3.12.
(instead of Nov. 8+22)

Excursion Hamburg - mineralien hamburg - The world’s fourth largest mineral and fossil show
http://mineralien-hamburg.de/en/visitors/profile/
Heide 9.02 h Hamburg Dammtor 10.32 h
Meeting with fair organizer Mrs. Förbeck (Foyer Ost)

8

9

6.12.

Results Hamburg Excursion
Assignment Presentation and discussion:
- Ways of financing
- Marketing and Media planning

10

13.12.

Assignment Presentation and discussion:
- Timetables and Milestone planning
- Human Resources planning, paid and volunteers

Feedback session Group 1 and 2

11

20.12.

10.00-13.15 h
and
15.45-17.15 h

Lecture: Public and private sponsorship

Lecture: Event Protocol, Intellectual Property

Lecture: Working with Media I


 

Christmas Break

12

10.1.

Lecture: Working with Media II
Assignment Presentation and discussion:
- Instruments of quality and achievements control

  12.1. 18.00h ANTRITTSVORLESUNG PROF. DR. ANTZ

13

17.1.

Final Presentations:

- Slow Tourism

- Kiel Fair

Summing up, Feedback, preparation written assignment

 

 

 

 

Slow Tourism Schriftenreihe des IMT 6

 

Vorwort

Einerseits läuft im 21. Jahrhundert die so genannte Tourismusindustrie mit ihren breit angelegten Kampagnen und Katalogen konform den Fortschritts- und Globalisierungsprämissen weiter. Andererseits entwi-ckeln sich in Nischen und Zwischenräumen neue, andere Formen des Reisens, die von Langsamkeit und Muße, Sinnhaftigkeit und Sinnlichkeit geprägt sind.

Der gesellschaftliche Rahmen für diese neuen Reisetendenzen ist im Rahmen der Globalisierung der letzten 25 Jahre und den daraus erwach-senen Krisen zu suchen. Aus der dem Menschen scheinbar entgleitenden globalisierten Beschleunigung der Lebensabläufe entsteht gleichzeitig die Suche nach Entschleunigung in den einzelmenschlichen Erfahrungswel-ten. Bereits vor über zehn Jahren hat Horst Opaschowski in der deut-schen Gesellschaft ein Gleichgewicht von Wohlstand und Wohlbefinden in der Bevölkerung festgestellt, bei dem das Thema Geborgenheit den ersten und das Thema Freiheit einen der letzten Plätze belegt.

Aber so eindeutig sieht die gesellschaftliche Gruppenbildung nicht aus. Im Gegensatz zu den Generationen der 1968er, in denen es nur ein A oder B in Lebenseinstellung und -umsetzung gab, entwickelt sich der Zeitgeist am Beginn des 21. Jahrhunderts nicht mehr so eindeutig. Heute ist es normal, bei ALDI einzukaufen, Designerpullover zu tragen, sich für Naturschutz zu engagieren, übers Internet das billigste Hotel zu bu-chen, mit einem edlen Literaturreiseführer unterwegs zu sein und gleich-zeitig in einem von Slow Food empfohlenen Dorfgasthaus zu essen. In der Gleichzeitigkeit von A, B und C entwickeln sich auch die Reisefor-men des Slow Tourism.

Der Begriff, unter dem die verschiedenen Tendenzen dieser anderen Formen des Reisens zusammengefasst werden können, entstand vor zwanzig Jahren in einer Zwischenwelt von Globalisierung und Regionali-tät. Als Carlo Petrini 1989 die Initiative Slow Food aus der Taufe hob, gab er der explizit auf regionale Verwurzelung gründenden Bewegung einen internationalen Namen. Neben Terra Madre, der großen Ge-schmacksmesse in Turin, oder der Arche des Geschmacks, der Liste re-gionaler, vom Aussterben bedrohter Produkte des Essens und Trinkens, gehen die Wege von Slow Food auch direkt in den touristischen Bereich über. Ganz in der Nähe touristischer Alleinstellung bewegen sich die jet-zigen Forderungen von Slow Food nach Erhaltung der Biodiversität,

Traditionellen Landschaften, Regionalen Produkten und Traditionellen Methoden. Ausgehend von einer stärker ökologischen hat sich Slow Food in vielen Bereichen zu einer stärker Lifestyle orientierten Bewe-gung entwickelt, was sich auch in der künftigen Ausrichtung von Slow Tourism widerspiegelt.

Während die großen Linien der touristischen Entwicklung in den 1950/60er Jahren hin zur Erholung, in den 1960/70er hin zum Konsum, in den 1980/90er hin zum Erlebnis und in den 1990/2000er hin zu Wellness wiesen, prognostizierte bereits Horst Opaschowski für die 2000/10er Jahre eine verstärkte Sinnorientierung. Neue Reisetrends ent-stehen in Richtung Urlaub zu Hause (Balkonien), Wandern (Langsam-keit), Authentizität (Kultur), Natur (Muße) oder Emotion (Marken). Im Gegensatz zum Standardtourismus kommen heute uralte, scheinbar ver-schwundene Begriffe wieder zum Vorschein wie Heimat (Abenteuer), Nähe (Ferne), Provinz (Internationalität), Garten (City), Bahn (Flug), Dorf (Stadt), Einfachheit (Technik), Werte (Preis-Leistung), Gewohnheit (Extreme) oder Weniger (Mehr). Aber auch im Slow Tourism gibt es die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen. Auch wenn Slow Tourism eine andere Form des Reisens ist, er ist fest in den Mainstream des heutigen Reisens eingebettet.

Unter dem Begriff „Slow Tourism“ lassen sich somit vielfältige The-men und Trends des Tourismus zwischen Langsamkeit und Nachhaltig-keit, Sinnhaftigkeit und Sinnlichkeit zusammenfassen, die ein authenti-sches Reiseerlebnis vorhersagen. Den globalisierten Reisemärkten stehen mit dem Slow Tourism viele kleinere Trends gegenüber, die in ihrer Ge-samtheit wiederum kein Nischen-, sondern ein Mehrheitsthema bilden. Die verschiedenen Tendenzen und Facetten stellt der vorliegende Sam-melband u.a. in den Themen Natur, Wandern und Wasser, Kultur, Ar-chitektur und Garten, Muße, Slow Food, Radwandern und Wandern, Historischen Städten und Spiritualität dar.

Inhaltsverzeichnis

Christian Antz

Slow Tourism: Eine Zukunft des Reisens zwischen Langsamkeit und Sinnlichkeit 9

Alexander Koch, Bernd Eisenstein, Christian Eilzer

Reisetrend „Slow Tourism“: Ausgewählte empirische Befunde 41

Wolfgang Strasdas, Runa Zeppenfeldt

Naturtourismus und Ökotourismus 55

Martin Linne

Watch and slow down – Tierbeobachtungsreisen als Art des entschleunigten Reisens 79

Hartmut Rein, Matthias Schmidt

Kanuwandern – Entschleunigung auf dem Wasser am Beispiel Kanutourismus auf der Peene 91

Axel Dreyer, Dorothea Dürkop

Slow Hiking – neue Langsamkeit im Wandertourismus? 105

Susanne Leder

Neue Muße im Tourismus: Entschleunigen im asketischen Kloster oder im luxuriösen Almdorf 123

Anja Wollesen

Slow Tourism – Eine Chance für den Kulturtourismus? 137

Christian Hlavac

Garten- und Langsamtourismus: Gemeinsamkeiten und Widersprüche 163

Karlheinz Wöhler

Auch Langsamkeit findet Stadt: Tourismus und Touristen in Städten 175

Torsten Widmann

Bräuche und Feste – Slow Tourism am Beispiel schwäbisch-alemannischer Fasnet 201

Matilde Groß

Genuss im Tourismus: Slow Food und andere kulinarische Genussformen mit touristischer Bedeutung 217

Wolfgang Isenberg

Die Exotik der Heimat – Aneignung und Inszenierung von Nähe im Tourismus 241

Christian Antz

Spirituelles Reisen: Kirche und Tourismus auf dem Weg zu einer gemeinsamen Emotionalität 257

 

 

Groups

 

Group a) Slow Tourism Conference Sub-Group
Anne Bölke  
Katharina-Sophie Nobis  
Henrik Steybe  
Maike Hartmann  
Elisabeth von Staden  

Franziska Geelhaar

 
Marcel Pansegrau  
Maike Kroglowski  
   
Group b) Kiel Fair  
Janine Neumann  
Melanie Voß  
Marie-Theres Fester  
Madita Grube  
Sabrina Carstensen  
Svantje-Kristina Schmidt  
   
   
   
   
   
   

 

 
 

 

  Contact: Prof. Dr. Wolfgang Georg Arlt FRGS
Bachelor and Master Program International Tourism Management
arlt@fh-westkueste.de, Office 2.018, Tel. 0481 8555-513
Consultation hours (during lecture period): Wed. 13.00-14.00 h

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