Prof. Dr. Wolfgang Georg Arlt
International Tourism Management

 

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4th Sem. 8083: Soft Skills (PE): Communication Skills
           Tu 15.45-19.00 h, H 01

 

   Mindmapping - Brainwriting - Metaplan - Six Hats

 

Metaplan

Major technology to structure discussions, developed in the 1970s by a German consulting company (Schnelle brothers). Metaplan is a moderated method with each team-member writing his/her ideas and thoughts on cards, which are collected and clustered by the moderator.

possibility

Basic procedure:

A question is introduced by the moderator, sometimes after presentation(s) by expert(s)

Cards (in different colors) are distributed to the audience to write down short ideas and thoughts in large lettering (or picture) in privacy without discussion among participants

If feasible, card colors can be differentiated (pro:con), (facts:feelings)

Each person gets an equal number of cards (about 3) and is asked to fill out all of them

Moderator collects all cards and puts them one by one on a pinboard, grouping them in a second stop in named clusters according to the advise of the audience

Similar ideas can be doubled

Finished board can be used to discuss further in meeting, to show majority ideas

Board should be photographed for documentation and distribution by email or group website

Second round is possible, for instance concentrating on one cluster

to present and explain there c

Metaplan meetings should

  • lead to shared understanding
  • bring into the discussion power relations as well as firmly entrenched organizational structures
  • 'translate' between different constructions of thought and build bridges of understanding.
  • lead the discussion to 'blind spots' which haven't yet been noticed, making step by step participants willing to consider new insights
  • stimulate participants to find their own solutions
  • help acceptance of new ideas in short time

 

 

 

 

 

 

http://www.laum.uni-hannover.de/ilr/lehre/Ptm/Ptm_KreaMetaPlan.htm

Metaplan in detail:

 

2.4 Metaplan®

  1. Ziel der Methode
  2. Aufbau der Methode
  3. Das Beispiel Bürgerbeteiligung an einer Umsiedlungsplanung
  4. Probleme der Methode
  5. Literatur

 


2.4.1 Ziel der Methode

Brainstorming hat mit psychologischen, gruppendynamischen Problemen zu kämpfen (schnelles Denken, Mitverfolgen des Fortgangs, Mut zu Vorschlägen, Fähigkeit, sich zu äußern usw.). Bestimmte, durchsetzungsstarke Charaktere werden dadurch bevorteilt. Außerdem ist es nicht einfach für die Protokollanten mitzukommen, wenn sie nicht stenografieren können.

Der wichtigste Nachteil des Brainstormings (und auch der traditionellen Konferenz) ist das rein auditive Anregen der Kreativität. Dies kann man durch Mitschreiben an einer Tafel auffangen, allerdings verbietet sich dann das Stenogramm.

Es gilt die Devise (Druschel et al. 1991, 14):

Was man gehört hat, vergisst man wieder.
Was man gesehen hat, daran erinnert man sich.
Was man gemacht hat, das kann man.

Nicht zuletzt aus diesen Gründen wurde Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre eine Technik und Methodik entwickelt, bei der die Ideen zunächst auf Karten gesammelt und dann aufgehängt, strukturiert und ergänzt werden.

Für diese Kartenabfrage-Technik und -Methodik, die durch v.a. atmosphärische Begleitmethoden unterstützt wird, haben sich zwei Bezeichnungen etabliert, der Name des marktführenden Herstellers von Hilfsmitteln und Beratungsdienstleisters "Metaplan GmbH" sowie ModerationsMethode (vgl. Kleber et al. 1985). Da die letztere Bezeichnung zu Verwechslungen mit der Moderation als Kooperationsmangementmethode führen kann, wird im Folgenden der Begriff Metaplan® benutzt, auch wenn dieser markenrechtlich geschützt ist. Die Metaplan®-Technik findet ihren Einsatz überwiegend in moderierten Veranstaltungen. Unter Moderation ist in diesem Zusammenhang die zielorientierte Gestaltung von Kommunikations- und Kooperationsprozessen innerhalb von Gruppen zu verstehen.

Die Metaplan®-Technik ist einsetzbar für:

  • die Ideensammlung
  • die Strukturierung und
  • die Visualisierung.

und kann damit in verschiedenen Anwendungsfeldern hilfreich sein:

  • Vorstellungsrunde in Seminaren: Wer sind wir?
  • Themenspeicher bei Ideensammlung
  • Ideenproduktion
  • Strukturierung und Gliederung von Ideen oder Problemen
  • logische Verknüpfung von Sachverhalten
  • Ursachenanalyse
  • Prioritätenbildung
  • Bewertung von Lösungsansätzen (Abstimmung)
  • Evaluation: Wie hat es mir gefallen?

2.4.2 Aufbau der Methode

Equipment, Hilfsmittel

Die übliche Metaplan®-Ausrüstung umfasst:

  • transportable Stellwände (zur Not auch fest installiert, große Pinwand)
  • Packpapier zum Bespannen der Wände (150*125cm)
  • Moderationskoffer mit Karten in verschiedenen Größen, Formen und Farben, Filzstifte in verschiedenen Farben und Breiten, Klebepunkten, Pins, Klebestiften
  • spezielle Kamera für Fotoprotokoll.

 

Ablauf einer Metaplan®-Sitzung

Der Ablauf oder die "Dramaturgie" orientieren sich an den verschiedenen Phasen eines Problemlösungsprozesses. Darüber hinaus sind die natürlichen Bedürfnisse der Teilnehmer, ihre Aufnahmebereitschaft und ihre Aktivitätsbedürfnisse zu berücksichtigen. Tabelle 2.4.1 gibt eine Überblick über die verschiedenen Phasen einer Sitzung. Es empfiehlt sich, einen logischen Ablauf der Phasen und sinnvolle Pausen einzuhalten.

Im Folgenden wird der Ablauf einer Standard-Variante beschrieben. Der tatsächliche Ablauf kann mehr oder weniger stark modifiziert werden. Er hängt vom Teilnehmerkreis, von der Aufgabe und den Ideen der Moderatoren ab. Da die Methode aus Modulen besteht, die nahezu frei kombinierbar sind, kann sie sehr flexibel eingesetzt werden. Vor sklavischem Abarbeiten der Tabellen 2.4.1 und 2.4.2 ist zu warnen.

Die vollständige Metaplan®-Sitzung besteht aus drei bis vier Stufen und ist auf mehrtägige Dauer angelegt. Bei einer Kurzsitzung, die zwischen einer dreiviertel und vier Stunden dauern kann, werden einzelne Module des Ablaufs ausgewählt (s. dazu Kleber et al. 1985, 125ff.).

Tabelle 2.4.1: Rhythmus/Phasen einer Metaplan®-Sitzung

  Phase einsetzbare Technik Bemerkungen
1 Begrüßung - Kennenlernen - Anwärmen Begrüßung durch Moderatoren, Zielplakat, Vorstellungsrunde, Gruppenspiegel ("Wer sind wir?"), Blitzlicht (Kurzbeitrag jedes Teilnehmers reihum zu seinen gegenwärtigen Gefühlen/Stimmungen), Ein-Punkt-Frage ("Wie stark bin ich interessiert?", "Was erwarte ich?") abhängig davon, wie gut sich die Gruppe kennt,
hier geht es noch nicht um Inhalte, sondern um entspannte Atmosphäre
2 Problem-/Themenorientierung herstellen, Einstieg ins Thema Ein-Punkt-Frage ("Wie wichtig ist...?" "Wie zufrieden bin ich mit ...?"), Tagesordnung entwickeln, Zuruf-Frage ("Worüber wollen wir heute sprechen?"), Kartenabfrage, Themenspeicher Probleme und Themen bewusst machen
3 Themen-/Problembearbeitung Kleingruppenarbeit, Kleingruppenszenario, Kartenabfrage  
4 Ergebnisorientierung Tätigkeitskatalog ("Was ist von wem bis wann zu tun?") kritische Phase, weil hier Farbe bekannt werden muss, Arbeit übernommen wird, Euphorie kann auftreten, nicht überschätzen, Teilnehmer nicht auf Zeiten festnageln
5 Abschluss Ein- oder Zwei-Punkte-Frage ("Wie zufrieden bin ich mit Ergebnissen/Zusammenarbeit?"), Feedback-Runde Gruppenprozess und inhaltliche Ergebnisse reflektieren
6 Protokoll Fotoprotokoll, Abschrift/Abzeichnung, ggf. Erläuterung entsteht simultan zur Sitzung als "Abfallprodukt", nur noch abzufotografieren, ggf. abschreiben,
für Präsentationen ist eine Aufbereitung nötig

Tabelle 2.4.2 zeigt den möglichen Ablauf der am häufigsten auch als Einzelmodul verwendeten Technik, der Kartenabfrage.

Tabelle 2.4.2: Ablauf einer Kartenabfrage

1 Frage stellen und auf Packpapier notieren (bzw. vorbereitete Tafel einsetzen)
2 Kartenabfrage auf Karten schreiben lassen, was dazu einfällt, Schreibregeln vgl.u.
3 ggf. Auswahl und Sortierung nach Wichtigkeit durch jeden Teilnehmer selbst wenn offensichtlich ist, dass es zu viele Karten werden
4 Einsammeln und aufhängen unsortiert aufhängen, dabei Karteninhalt vorlesen
5 Clustern Gruppieren der Karten, dabei Interaktion mit allen Teilnehmern, Überschriften zu den Clustern finden, Mehrfachnennungen übereinander hängen, offene und nicht clusterbare Punkte seitlich hängen,
noch keine Kritik üben
6 Ergänzen und Kritik "Was fehlt?" Vorlesen der Gruppen, ggf. Nachfrage mit Bitte um Konkretisierung oder deutlichere Formulierung ("Wie ist das gemeint?"), weniger Relevantes ggf. wegnehmen, dabei nicht brüskieren
7 ggf. Bewerten Punkte kleben

Darstellungsformen und Schreibregeln

 

Damit alle Teilnehmer während der Sitzung und auf dem anschließenden Fotoprotokoll alles lesen können, ist das Einhalten einiger Schreibregeln empfehlenswert (s. Abb. 2.4.2).

Auf dem Packpapier sind mit den verschiedenen Karten verschiedenste optische Darstellungsformen einsetzbar. Die Abbildungen 2.4.3 und 2.4.4 geben einen Überblick über gängige Visualisierungselemente. Grundsätzlich ist hier der Phantasie der Moderatoren und Teilnehmer nur die Grenze der Lesbarkeit gesetzt. Weitere Informationen hierzu finden sich bei Kleber et al. (1985, 119ff).


Abbildung 2.4.2: Schrift in der Visualisierung (aus. Druschel et al. 1991, 18)


Abbildung 2.4.3 (links): Visualisierung - optische Sprache (aus. Druschel et al. 1991, 16)
Abbildung 2.4.4 (rechts): Elemente der Visualisierung (aus. Druschel et al. 1991, 17)

Moderation einer Metaplan®-Sitzung


Abbildung 2.4.1: Aufgaben der Moderation

Die Metaplan®-Sitzung wird meistens von zwei Personen moderiert, wobei die eine Person leiten und reden, die andere visualisieren und pinnen sollte. Die Rollen können gewechselt werden. In Ausnahmefällen (Spontanmoderation, Kurzmoderation) kann auch eine Person moderieren.

Die Aufgaben des Moderators und seine Rolle zeigt Abbildung 2.4.1. Der Moderator ist ein methodischer Helfer, der die Gruppe in die Lage versetzen soll, sich ihren roten Faden selbst zu spinnen. Er ist kein Leiter, Oberexperte oder Vorgesetzter, der weiß und zeigt, wo es langgeht und/oder wo es hingehen muss, sondern vielmehr ein Experte für die möglichen Wege der Kommunikation. In dieser "Hebammen-Funktion" sind die Metaplan®-Hilfsmittel sein Handwerkszeug.

Kleber et al. (1985, 117) charakterisieren die Haltung der Moderatoren wie folgt:

  • Sie stellen ihre eigenen Meinungen, Ziele und Werte zurück und bewerten weder Meinungsäußerungen noch Verhaltensweisen. Wenn sie mit einer Gruppe verbunden sind und daher auch einen eigenen Standpunkt haben, müssen sie jeweils sichtbar machen, wann sie den Prozess steuern und wann sie ihre eigene Meinung äußern.
  • Sie nehmen eine fragende und keine behauptende Haltung ein. Damit öffnen sie die Gruppe füreinander und für das Thema.
  • Sie helfen den Teilnehmern, möglichst selbstverantwortlich zu reagieren, und sind sich ihrer Einstellungen zu den Menschen und Themen bewusst.
  • Sie fassen alle Äußerungen der Gruppe als Signale auf und versuchen, den Teilnehmern ihr eigenes Verhalten bewusst zu machen, sodass Störungen und Konflikte bearbeitet werden können - ohne moralische Appelle auszusprechen.
  • Sie diskutieren nicht über die Methode, sondern wenden sie an.
  • Sie rechtfertigen sich nicht für ihre Handlungen und Aussagen, sondern klären Schwierigkeiten, die hinter Angriffen und Provokationen stehen.

Teilnehmerzahl

Die ideale Teilnehmerzahl für die Ideensammlung liegt zwischen acht und 15 Personen. Darüber werden zu viele Karten produziert, um den Überblick zu behalten, darunter ist die Kartenabfrage immer noch möglich, jedoch werden mehr Gesichtspunkte vergessen, die später zu ergänzen sind.

Ergänzende Techniken und Methoden

Die Metaplan®-Technik kann durch viele Techniken und Methoden ergänzt werden, insbesondere durch:

  • Brainstorming
  • Mind Mapping
  • Rollenspiel

2.4.3 Das Beispiel Bürgerbeteiligung an einer Umsiedlungsplanung

Das folgende Beispiel wurde in einer Projektarbeit am Institut für Landesplanung und Raumforschung der Universität Hannover entwickelt (Grosser u. Ludwig 1998).

Diese hat sich mit dem zweifellos heiklen Thema der Umsiedlung eines Dorfs wegen eines heranziehenden Braunkohlentagebaus befasst. Es ging darum,

  • eine Verständigung innerhalb der Dorfgemeinschaft herzustellen
  • die Kommunikation zu beleben
  • die Betroffenen adäquat zu informieren2.
  • Problembewusstsein zu schaffen und
  • sie schließlich zur Selbstorganisation zu befähigen;
  • dies alles mit dem Ziel, die Bewohner an der Umsetzung zu beteiligen, wenn schon auf die Tatsache der Umsiedlung kein Einfluss mehr genommen werden konnte.

Dazu wurden offene Gesprächsrunden durchgeführt, bei denen zur Strukturierung des Ablaufs, zur Visualisierung der Inhalte und zur Einbeziehung derTeilnehmer in die Planungen Metaplan-Technik Verwendung fand.

Hier soll es nicht um die Inhalte gehen; das Beispiel soll vielmehr die Spanne der Einsatz- und Gestaltungsmöglichkeiten der Metaplan-Technik vorführen.


Abbildung 2.4.5: Ablaufplan einer Veranstaltung


Abbildung 2.4.6: Kartenabfrage zur Problemorientierung zum Thema "Was verbindet mich mit dem Dorf?"


Abbildung 2.4.7: Ergebnisorientierung, auf der die Teilnehmer den weiteren Fahrplan gewählt haben


Abbildung 2.4.8: Abschlussplan "Wie hat es mir gefallen?"

 

 

 

 

 

2.4.4 Probleme der Methode

Grundlegende Voraussetzung

Der Aufwand lohnt nur, wenn unterschiedliche Meinungen und Interessen ausgetauscht werden müssen und eine gemeinsame Lösung erforderlich ist. Wenn man sich bereits einig ist oder das Interesse an einer gemeinsamen Lösung fehlt, ist der Einsatz von Metaplan® meist sinnlos (vgl. Kleber et al. 1985, 32).

Technische Probleme

Es tritt besonders bei ungeübten Teilnehmern immer wieder das Problem nicht oder schlecht lesbarer Karten auf, weil trotz aller Hinweise zu klein geschrieben wird, mehrere Gedanken auf einer Karte landen oder die Handschrift unleserlich ist. Dies wird durch Übung zwar besser, aber die betroffenen Teilnehmer dürfen nicht brüskiert werden, manch einer kann beim besten Willen nicht besser schreiben.

Die Zuordnungsvorschläge können konkurrierend sein. Dies kann man durch Kartenverdopplung beheben. In Zweifelsfällen sollte der Kartenschreiber entscheiden.

Teilweise sind Zuordnungen nicht gleich nachvollziehbar, dann können sich unnötige Diskussionen entspinnen, die abgebrochen werden sollten. Denn die Funktion des Ordnens ist eine dienende, sie ist kein Selbstzweck.

Ein Tafelbild ist auch nie optimal - und dennoch/deswegen muss irgendwann abgebrochen werden. Das Tafelbild ersetzt nicht die inhaltliche Diskussion, sondern soll sie unterstützen.

Wenn mit Klebepunkten bewertet oder abgestimmt wird, dann ist die Abstimmung weder gleich noch geheim. Jeder kann sehen, wie die anderen abstimmen (es sei denn, die Tafel steht verdeckt), und wer zuletzt klebt, kann den größten Einfluss ausüben, indem er seine Punkte dort einsetzt, wo es noch etwas bringt.

Es kann der subjektive Eindruck entstehen, dass das ganze Procedere sehr viel Zeit beansprucht. Es ist aber zu berücksichtigen, dass alles festgehalten ist und durch das Mitwirken meist auch größtenteils bei den Teilnehmern verarbeitet und gespeichert. Außerdem ist eine bessere strukturierte Diskussion möglich.

Schließlich ist die Technik recht teuer; Tafeln und Verbrauchsmaterialien haben einen vergleichsweise hohen Anschaffungspreis. Einige Materialien kann man durch preiswertere ersetzen (Karten aus Papier schneiden, mit Krepp auf Wand kleben), jedoch ist die optische Wirkung schlechter.

Gruppendynamische Probleme

Wenn die Teilnehmer die Methode nicht kennen, sehen sie nicht immer auf Anhieb ihre Vorteile ein. Manche sind unsicher (Was kommt jetzt?), andere fühlen sich im falschen Film und sind unmotiviert (Was soll die Spielerei?). Hier muss behutsam eingeführt und erläutert werden. Sonst erlebt man, dass Teilnehmer sich weigern, auf die Karten zu schreiben, oder die Sortierung geht schleppend voran.

Andererseits treten auch übermotivierte Teilnehmer auf, die sich durch ihren Elan leicht in den Vordergrund drängen und andere demotivieren oder verärgern können. Hier muss behutsam gebremst werden.

Andererseits gleitet die Sortierung leicht in konfuse Diskussion ab. Es muss dann vom leitenden Moderator klar gemacht werden, dass es zunächst um das Ordnen geht und danach erst um die aufgrund der Strukturierung leichtere Diskussion.

Zu vermeiden ist ein "Methoden-Showdown" und die damit verbundene Überstrukturierung.

Der Umgang mit Konfliktsituationen stellt für Moderierende eine Herausforderung dar, auf die je nach Situation individuell eingegangen werden muß. Moderierende sind weder Schiedsrichter noch Übereltern und auch keine Therapeuten. Konflikte sollten allerdings offen angesprochen werden und gegebenenfalls aus der Sitzung "ausgelagert" werden. Oft hilft bereits das Verdeutlichen gemeinsamer Interessen und Ziele.

2.4.5 Literatur

  • CLAUSSEN, B.; FÜRST, D.; SELLE, K.; SINNING, H., 1996: Zukunftsaufgabe Moderation. Herausforderung in der Raum- und Umweltplanung, 143 S., Frankfurt/Main (Dokumentationen zur wissenschaftlichen Weiterbildung, 28).
  • DEUSSEN ET AL., 1998: Moderationswerkstatt "Die Dritte". Dokumentation drittes studentisch organisierte Seminar zur Moderation von Planungsprozessen am Fachbereich Landschaftsarchitektur und Umweltentwicklung der Universität Hannover, Hannover.
  • DRUSCHEL, D.; GERSTER-BENTAYA, M.; HEFFNER, P., 1991: Teilnehmerorientierte ländliche Erwachsenenbildung, 47 S., Bonn (Auswertungs- und Informationsdienst für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AID), 3173).
  • GROSSER, S.; LUDWIG, H., 1998: Planen am Abgrund - ein Dorf an der Kippe. Vertiefungsprojekt am Institut für Landesplanung und Raumforschung der Universität Hannover.
  • KLEBERT, K.; SCHRADER, E.; STRAUB, W. G., 1987: KurzModeration: Anwendung der ModerationsMethode in Betrieb, Schule und Hochschule, Kirche und Politik, Sozialbereich und Familie bei Besprechungen und Präsentationen, 166 S., 2. Aufl., Hamburg.
 

 

 

 

 

 

 


 

  Try it out: Three persons should be the moderator team. The other are the audience.

  Organize a Metaplan discussion about a suitable question (for instance: Should the Meldorfer Bucht be developed for extensive watersports usage?), giving roles to different persons in the audience (for instance: locals, rep.s of tourism board, possible investors, experts)

 

 
 
 

 Contact:
Prof. Dr. Wolfgang Georg Arlt
arlt@fh-westkueste.de, Office 2.018, Tel. 0481 8555-513
Consultation hours: Wednesday 11.00 - 12.00 h in my office

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